‘Glaube an Gott macht mich stark’

Zwei Abiturientinnen halten in Memmingen die Sonntagspredigt
‘Ein Pfarrer hätte den Text nicht besser auslegen können’, sagte eine ältere Gottesdienstbesucherin gestern in St. Martin, als sie den beiden Predigerinnen Johanna Roß und Julia Müller gratulierte. Dekan Kurt Kräß hatte zwei Abiturientinnen einen sperrigen Text interpretieren lassen, in dem es um Selbstmord-Gedanken und den Auftritt eines Engels geht.

Johanna Roß gestand gleich in der Einleitung, dass sie beim ersten Lesen nicht viel mit der Stelle habe anfangen können. Im Vorbereitungsgespräch mit dem Pfarer sei dann aber doch bald zu erkennen gewesen, dass ‘Vorstellungen von Gott und von Glauben vorkommen, die wir auch so vertreten’. Bei der Formulierung der Predigt hätten sie freie Hand gehabt, so Julia Müller. Zur Überschrift ‘Gott bringt mich zur Ruhe, ich gewinne Abstand zu mir selbst und zum Alltag’ bezog sie sich auf Abiturstress und Adventshektik. Johanna bekannte, dass der Glaube an Gott sie stark mache und ihr helfe. Die Freiheit, die Gott lasse, bedeute auch, dass die Qualität des Christseins nicht vom häufigen Kirchenbesuch abhänge, betonte Julia Müller. Am Beispiel der Brüdergemeinschaft von Taizé, wo sich Tausende vor allem junge Menschen unterschiedlicher Konfessionen treffen, zeigte Johanna Roß auf, wie die Kraft des Glaubens an Gott europaweite Freundschaften entstehen lasse.” Jetzt fragt sich nur noch, um welchen Predigttext es ging. (pepperoni.de, 25.02.08)