wer wirklich nach taize möchte, dem ist keine mühe zuviel

TAIZÉ-REALISMUS VOM HÄRTESTEN So tolle Leute trifft man dort!     

es war im jahr 2003 als eine kleine gruppe von jugendlichen wieder einmal eine fahrt nach taize planten.
sie fragten ihren pfarrer ob er die fahrt unterstützt und als begleitung mitfährt.der pfarrer sagte zu und so wurde geworben um einen bus voll zu bekommen da die kosten so gering wie möglich gehalten werden sollten.immerhin 16 jugendliche hatte man beisammen und die restlichen 4 die benötigt wurden um einen bus voll zu kriegen würde man schon noch auftun.schliesslich hatte man ja gottvertrauen.
etwa 2 monate vor der geplanten fahrt hatten wir gemeindefest.welch ein schreck…der pfarrer sagte zu den jugendlichen was ich euch noch sagen wollte …ich fahr doch nicht mit euch nach taize, ich will urlaub machen… was nun, ??? woher begleiter finden.
aufgeregt kamen  kathi und melanie die das ganze organisierten zu mir und sonja. bitte könnt ihr beiden uns nach taize begleiten der pfarrer fährt nicht mit uns… taize. immer. jederzeit… nur… so schnell, …sonjas kinder mussten untergebracht werden. ich brauchte urlaub. so spontan, das mussten wir erst klären.
aber wo ein wille da ein weg. irgendwie machten wir es möglich und befreit machte es die runde. juchu!!!! wir können fahren rita und sonja begleiten uns.
das nächste problem liess nicht auf sich warten.wir mussten nun unbedingt den bus bestellen. aber, es fehlten noch 4 leute sonst würde es zu teuer. ausserdem war der pfarrer nur bereit etwas von der gemeinde dazuzugeben wenn der bus  voll besetzt ist. wieder wurde geworben jeder mit jubel begrüsst der nur annähernd intresse zeigte. einer wurd gefunden. ein erwachsener ohne jegliche taizeerfahrung, aber einer mit geld der auch für 2 plätze notfalls bezahlen wollte. der pfarrer wiegte den kopf es waren ihm noch zu wenig um das o.k. für die busbestellung zu geben. nun setzte sonja sich ein. mit etwas druck und der erinnerung das ja schliesslich er, der pfarrer, die jugendlichen schon einmal hängen liess, bekam wir grünes licht…, geschafft dachten wir… wir sassen beisammen um die letzten fragen zu beantworten wann es losgeht, verhaltensregeln usw. als das handy von kathi klingelte und ihr vater mitteilte.
es ist eine mail angekommen aus taize das sie leider absagen müssten es wäre zu voll. Betroffenheit, lange gesichter, tränen. sonja und ich gaben alles und sagten es bleibt  so wie es ist wir kriegen das irgendwie hin, wenn ihr nichts hört fahren wir wie besprochen. damit lösten wir den vorbereitungsabend auf nicht ohne nochmal alle zu bitten zu beten, dass es einen weg gibt.
sonja und ich fuhren schnell nach haus um taize zu berichten und nachzufragen warum die bestätigung zurückgenommen wurde. wir bekamen freundliche antwort und endschuldigung . wir könnten doch kommen aber müssten zelte mitbringen. hm, zelte im oktober, und woher bekommen wir ein gemeinschaftszelt… egal wir sagten zu.
wir informierten unsere jugendlichen, dass wir fahren, aber im zelt übernachten. ein jugendlicher meinte er könne von den messdienern 2 grosse zelte bekommen. puh!!! wieder eine hürde geschafft… da kamen die ersten anrufe. besorgte mütter, es ist zu kalt, mein kind kommt dann nicht mit… oje. was mussten wir überreden, beruhigen und werben. doch hurra! alle die absprangen fingen wir wieder ein.
da kam die nächste mail das wir noch einen erwachsenen der ja nicht in der leitung wäre dabei hätten, der nicht mitkommen könnte. unsern heribert mussten wir aber unbedingt dabei haben, wir hatten ihm so geraten mitzufahren und das nicht nur weil er uns finanzell unterstützte
sondern weil er so dringend stärkung brauchte da er schweres durchgemacht hatte. also ging die korresporenz von neuem los und taize hatte ein herz..er durfte mit.
endlich , endlich sollte es losgehn. die jugendlichen baten darum vor der fahrt in der kirche einen reisesegen zu bekommen. So fanden wir uns in der kirche um mitternacht ein, um danach loszufahren. der pfarrer meinte es gut. zu gut. er predigte und predigte… zwar selbst noch nicht in taize gewesen meinte er, aber taize sei anbetung und nicht etwa ein kick. die, die noch nicht da waren, wurden immer verzagter. stellten sich nun vor, das sie stundenlang anbetend auf den knien hocken müssten. die zeit lief und unsere geduld wurde aufs härteste erprobt. aber auch das ging vorüber und tasächlich wir bekamen auch noch unseren segen.

endlich im bus glaubten wir zu träumen es ging tatsächlich los. angekommen in taize empfing uns eiskaltes wetter. wir froren schrecklich in den nicht sehr kältebeständigem grossen zelten. 3 tage hielten wir das ” überlebungstraining ” aus. dann baten wir bruder wolfgang inständig um ein warmes schlafplätzchen. bruder wolfgang zeigte erbarmen und wir durften ab 23 uhr in einem warmen raum nächtigen. auch wurde klar was los war in taize. es kamen schwärme von jungen franzosen, weshalb die baracken voll waren und es deswegen diese probleme vorweg
gab. eine aus unserer gruppe wurde krank,  und musste die meiste zeit auf der krankenstation verbringen. ein anderer jugendlicher bekam die nachricht, dass sein opa im sterben lag. so hatten wir alle hände voll zu tun mit trösten, kümmern und auffangen.
doch taize nahm uns in seinen sog. alles wurde leichter, vertrauen und liebe , das was taize vermittelt, ergriff auch uns. und als es wir heimfuhren waren wir alle ein wenig reicher, zufriedener und ja… wir hatten unsern” kick” in taize der uns befähigt ein bisserl taize mit in unseren altag zu nehmen. gott  war uns begegnet jedem auf seine ganz persönliche art. ausnahmslos alle waren sich einig. diesen ” kick ” holen wir uns auf jedenfall wieder. wir sehen uns. ganz bestimmt in taize.
rita oberthuer & sonja lessmann


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