Taizé ist Gemeinschaft, Internationalität, Entspannung und einfach pures reales Leben
Eine Inspiration für jeden, egal ob aus Afrika, Indien oder Europa.
Nach 10 Stunden Busfahrt war wohl jeder froh, endlich festen original Französischen Boden unter den Füßen zu haben. Der erste große Schock waren die Toiletten und Duschen, die später von einem Teil unserer Gruppe täglich gesäubert werden mussten. (Noch mal vielen Dank an euch!) Trotz der vielen unterschiedlichen Nationalitäten – wir sind uns sicher es war alles vorhanden was vorhanden sein konnte – war die Stimmung umwerfend.
Schon der erste Gottesdienst nach dem überaus “appetitlichen Abendessen” faszinierte jeden, sogar die Jungs von denen man niemals so viel Ruhe und Konzentration erwartet hätte. Der unterschied zwischen den Gottesdiensten in Deutschland ist enorm, allein die 10 Minuten Stille halfen jedem Ruhe zu finden, zu beten oder Nachzudenken. Zur Freude von Herrn Kosch, hat sich unser Englisch danke der Gruppenstunden, Gespräche unten am Oyak etwas verbessert. Es war wohl für jeden hart um 7:30 Uhr aus den Betten bzw. Schlafsäcken zu kriechen und den strengen Tagesplan einzuhalten. Trotzdem meisterten wir es mit Perfektion und hatten auch noch Spaß dabei. Hierbei haben alle unseren größten Respekt dass sie ihre Arbeiten, egal ob Toiletten putzen, Gartenarbeit, Müll einsammeln oder Kochen so super erledigt haben. Die einfachsten Verhältnisse zeigten uns schnell das wir kein Handy, Fernseher, Computer oder sonstige Konsumgüter zum überleben brauchen.
Miterleben durften wir auch den 90. Geburtstag von Freré Roge, dem Gründer von Taizé. Dieser Mansch faszinierte jeden von uns. Es ist einfach Wahnsinn wie viel Respekt, Ruhe und Freude ein so alter Mansch allein mit seiner Anwesenheit ausstrahlen kann.
Das absolute Highlight war wohl der Samstag, an dem die Lichternacht zelebriert wurde und ein Junger Mann in die Gemeinschaft der Brüder aufgenommen wurde. Binnen Sekunden breitete sich ein enormes Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit aus, als man inmitten von 3000 Leuten saß, in einem Meer aus kleinen brennenden Wachskerzen, die alle von einem Licht aus entzündet wurden. Dieses Gefühl wurden unten am Oyak bestätigt wie verstärkt. Ehe man sich versah war man in ein Gespräch mit einem Amerikaner Italiener oder sonst wem verwickelt. Schnell entstanden auch Freundschaften die hoffentlich dank Adressenaustausch erhalten beleiben.
Absolut erwähnenswert ist wohl ein junger lebensfreudiger Spanier namens Pablo. Er war binnen einer Woche in ganz Taizé bekannt und dank ihm und ein paar Spanischer Lieder wurde das abendliche Abwaschen von gut 2500 Tellern zum Kinderspiel und endete mit Hilfe der Franzosen immer in einer Wasserschlacht.
Für jeden war Taizé eine Erfahrung wert und ein kleiner Geheimtipp von uns; MITFAHREN!
Taizé ist eben mehr wie nur eine Woche Schulfrei. Taizé ist Gemeinschaft, Internationalität, Entspannung und einfach pures reales Leben.
