Taizé – Ein Stückchen Himmel
Vom Alltag gestresst, voller Erwartungen und Neugierde und mit einem Koffer voller Fragen zu Gott, dem Glauben und was uns sonst noch alles so beschäftigte kamen wir in Taizé an. Abgefahren sind wir mit neuen Erfahrungen, Bestärkung im Glauben und vielen Antworten.
Natürlich gibt es auf vieles, das mit Glauben und Gott zu tun hat, keine einzige wahre Antwort wie zum Beispiel auf eine mathematische Gleichung. Trotzdem haben die Brüder alles versucht, um uns durch Gespräche, für die sie sich viel Zeit genommen haben, weiter zu helfen.
Nicht nur abends in der Kirche standen sie uns zur Verfügung, sondern auch nachmittags brachten sie uns in ihrem vollen Terminkalender unter. Die Gespräche mit dem Bruder waren ein beeindruckendes, bewegendes Erlebnis und machten unseren Aufenthalt „noch ein bisschen himmlischer“, wie eine Freundin am letzten Abend feststellte.
Auch wenn wir mit manchen Antworten nicht 100 %ig zufrieden waren, haben wir zumindest viel über die Liebe Gottes erfahren. Es ist einfach etwas anderes, von dieser aus dem Mund eines Bruders, der selbst davon überzeugt zu sein scheint, zu hören, als es in einem langweiligen Gottesdienst von einem Pfarrer gepredigt zu bekommen.
Abends in der Baracke hörten die Diskussionen nicht auf. Es war schön, alles raus lassen zu können, das einen bewegte und offen auch über Religiöses reden zu können, ohne schief angeschaut zu werden, wie es zu Hause oft vorkommt.
Vielleicht hört sich das alles jetzt ziemlich ernst und mega religiös an, aber das war nur eine Seite unseres Aufenthalts. Die andere Seite war, dass wir total viel Spaß mit allen möglichen Leuten hatten, die wir dort kennen gelernt haben, einfach nur gechillt haben und uns teilweise über die kleinsten Kleinigkeiten halb tot gelacht haben.
Gerade diese Mischung macht Taizé aus.
Dieses Unbeschreibliche an Taizé, das schon so viele versucht haben zu beschreiben, haben wir schon am ersten Schultag wieder schrecklich vermisst und wir wissen überhaupt nicht, wie wir’s ein ganzes Jahr ohne Taizé aushalten sollen!
Sarah, 17, und Corinna, 16
