…dass man mit so wenig gut leben kann!
Meinungen, Stimmen von FSJlerInnen, die in Taizé waren
Seit vielen Jahren fahren wir mit jungen FSJlerinnen und FSJlern aus Leipzig nach Taizé. Es gab keine/n Jugendliche/n aus der Gruppe, dem Taizé nicht gefallen hat. Dies ist für uns als Leiterinnen besonders schön, wobei wir immer sagen, es muss nicht allen in Taizé gefallen. Wir hatten tiefgreifende Gespräche mit den Jugendlichen, die uns immer wieder herausfordern und woran wir auch persönlich wachsen.
Die Gruppe war zuletzt im Frühling 2008 in Taizé ![]()
Hier einige Rückmeldungen:
Eindrücke nach der Reise
- es war ein unvergessliches Erlebnis, ich habe alle meine Probleme vergessen
- die verschiedenen Nationen, die da zusammen treffen ist einfach Klasse
- ich habe gemerkt, dass das einfache Leben einfach ist
- ich bin mir näher gekommen
- selbst wenn man nicht gläubig ist, sollte man das mal erlebt haben, es bringt einen viel weiter im Leben, die Erfahrung wird auf jeden Fall prägen
- Taizé ist ein Ort zum Nachdenken
- innerer Ruhe, Zufriedenheit, Glück
- die Gebete in der Kirche – einfach der Hammer
- viel Nachdenklichkeit über viele Dinge
- ich hatte viel Zeit über mich nachzudenken
- Freude an Gesängen
- so etwas aufregendes schönes habe ich in meinem Leben nicht erlebt; ich bin glücklich und habe mehr Vertrauen in den Glauben gewonnen, was ich nicht gedacht hätte
- erstaunt wie locker und lustig die Brüder sind
- freu mich auf zuhause auf Familie, meine Kollegen und die „Omis“ (arbeitet im Altenpflegheim); auch etwas bedrückt > werde die Abendgebete vermissen; Zeit der Stille und Nachdenken hat neue Erkenntnisse gebracht
- Zeit verging zu schnell vorbei; Angst, dass der Alltag zu schnell wieder kommt
- Bedenken vor den Problemen zuhause und das der Alltag wieder einen einholt
- es war eine sehr emotionale Woche für mich, habe wie ich finde eine sehr schönes Erlebnis gehabt, hat mein Denken umgekrempelt
- hatte Bedenken bzgl. der Gebete, aber auch wenn man nicht religiös ist, sind sie einfach wunderschön und haben mich fasziniert was ich mir vorher nicht vorstellen konnte
- es geht mir besser als vorher
„Was nehme ich ganz persönlich von Taizé mit nach Hause?
- Gott ist immer mit mir, es ist egal wo ich bin
- die Kraft, en „Berg an Problemen“ anzupacken und endlich aufzuräumen
- das man sich auch mal zuhause die Ruhe nehmen soll
- Energie für die nächsten Monate, Selbstbewusstsein, ganz besondere und besinnliche Momente
- andere wieder vertrauen zu können
- die Gedanken der Versöhnung und des Friedens
- es können viele Jugendliche aus verschiedenen Ländern sein ohne das es Ärger oder Stress gibt
- die Faszination wie die Brüder da leben und durch ihren Glauben und ihr Tun alles so genial aufrechterhalten und wie Jugendliche „angesteckt“ werden
- das man auch als Nicht-Gläubiger in die Kirche gehen kann und es genießen kann; das eine Sprachbarriere kein Grund zum Nicht-Reden ist
- ich nehme viele tolle Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle mit; ich glaube, dass man nach der Woche vielleicht einige Dinge auch aus einer anderen Sicht betrachtet
- das ich lernen muss mehr Zeit für mich zu nehmen, den beten und Leben im Stress geht nicht
- eine neue Gelassenheit
- Gelassenheit und innere Ruhe, die hoffentlich noch lange halten kann; ein Gemeinschaftsgefühl, das über Nationalität und Sprache hinaus geht und eine Stärkung in meinem Glauben
- ich habe Frieden in mir gefunden
- der Wunsch zurück zu kehren
- Lust am Leben mit Gott
- das ich öfters bei Problemen in die Kirche gehe und einfach mal bete
- jeden so sein zu lassen wie er ist das möchte ich mir bewahren
- die Nacht der Lichter war für mich ein so faszinierendes Erlebnis – das Glück, was ich dabei empfunden habe, trage ich tief in meinem Herzen
- andere Sichtweisen gegenüber den einfachen Leben
- viele wunderbare Eindrücke, die mich innerlich zu tiefst berührt haben
Und hier die Eindrücke vom Mai 2003
Vor der Reise
- ich weiß nicht, ob das meine Art ist zu glauben, aber ich will mich darauf einlassen
- vermutlich muss ich mir ab und zu einen Ruck geben, um auf die Leute zuzugehen; ich hoffe auch, dass ich nicht nur die Leute aus unserer Gruppe kennenlerne
- habe meine Erwartungen runter geschraubt
- Bedenken: Wo werden wir schlafen? Wie sehen die Waschmöglichkeiten aus?
- Gefühle – zwieträchtig
- kann mir Taizé nicht richtig vorstellen
- habe viele Erwartungen
- Vorfreude
- Bedenken: vorstrukturierter Tag
- ich habe mich lange zuvor auf die Reise gefreut
- ich freue mich tierisch auf Taizé, nur ich habe Angst, dass es am Ende doch nicht so schön wird
- nette Leute kennenlernen
- Ruhe finden
- Entscheidungen treffen können
- Angst vor Einsamkeit
- Meine größten Bedenken gelten der Tatsache, dass ich nicht gläubig bin.
- zwar möchte ich den christlichen Glauben gerne besser verstehen, mich ihm aber nicht annehmen, daher habe ich Bedenken, dass ich mich nicht die ganze Zeit am falschen Platz fühle
Nach der Reise
- es ist etwas ganz anderes von Taizé gehört zu haben oder selbst dort gewesen zu sein und man kann Taizé nicht durch Erzählungen veranschaulichen
- für mich war am Anfang die Frage, ob ich auch in dieser Art zu Glauben Gott finden kann und ich war überwältigt bei den Gebeten eine so tiefe uns wohltuende Gegenwart Gottes erleben zu dürfen
- es war sehr leicht auf Leute zuzugehen und ich durfte wirklich ich sein, in allen Punkten
- die Erwartungen, die ich erst hatte, wurden enttäuscht, doch eins wurde mir klar, dass es nicht wichtig ist, wie man wohnt, sondern mit wem
- ich habe Angst davor, dass dieses wohltuende Gefühl in meinem Herzen im Alltag verschwindet
- hatte vorher ein bißchen Angst vor den 3 Gebeten am Tag – war aber super angenehm
- das Zusammensein mit den Nationen ist sehr interessant und ziemlich unproblematisch
- die Bruderschaft war wirklich sehr faszinierend, aber so ein Leben ist für mich unvorstellbar
- es war einfach schön
- Erwartungen mehr als erfüllt
- Tagesablauf war durch strukturiert, aber es war ok.
- Erfahrungen reichlich, insbesondere was meinen Glauben angeht
- diese Reise war für mich ein unglaubliches Erlebnis, ich konnte durch die Gebete zur Ruhe kommen und endlich mal über Dinge nachdenken, wozu ich sonst kaum Zeit habe
- bin im Moment von Gefühlen überwältigt
- wäre gerne noch länger geblieben
- obwohl ich nicht Christ bin, habe ich mich dazugehörig gefühlt
- neue Erfahrungen über den Glauben gewonnen
- echte Gemeinschaft erlebt
- die Gebete brachten mir Ruhe
- hier sagt niemand wie du beten sollst oder wie du glauben sollst, du kannst einfach nur du selbst sein und das ist eine wunderbare Erfahrung
- ich habe die Zeit in Taizé sehr genossen und festgestellt, dass es hauptsächlich um die verschiedenen Menschen und den Frieden geht
- ich habe mich sehr aufgenommen gefühlt
- Angst habe ich vor dem Unverständnis meines Umfeldes für die Reise und die Erfahrungen
Was nehme ich ganz persönlich von Taizé mit nach Hause
- Offenheit anderer Menschen gegenüber
- einen konkreten Studienwunsch
- Kraft für die letzte Etappe des FSJ
- meine Gefühlswelt hat sich ums doppelte vergrößert
- ich bin viel offener geworden
- Ruhe, meinen Frieden, Gelassenheit
- schöne Erinnerungen
- ich habe mir eine Kette mit de Bedeutung “Hoffnung” gekauft, sie ist mir sehr wichtig
- ein Lachen im Herzen
- innere Ruhe und innere Freude
- Nachdenklichkeit
- eine Woche voller neuer Erfahrungen
- Freundschaften aus Finnland
- es gibt keine richtige oder falsche Art und Weise zu glauben, sondern wichtig ist, dass du Liebe und Frieden in deinem Herzen
- schöne Momente
- das Gefühl das Leben mehr zu genießen
Andere Stimmen:
- Ich hätte nie gedacht, dass man mit so wenig gut leben kann.
- Ich nehme von Taizé einen inneren Frieden, Ruhe und ein neues Vertrauen zu Gott mit nach Hause.
- Ich habe die Brüder als sehr aufgeschlossen und weltinteressierte Menschen kennengelernt.
- Wollte die Beziehung mit Gott wieder vertiefen, hat aber nicht so geklappt. Dafür habe ich einen neuen Freund gefunden.
- Ich konnte meine Sorgen hinter mir lassen und mich auf mich konzentrieren.
- Mein Glaube wurde auf jeden Fall gefestigt und gestärkt.
- Ich nehme von Taizé mit: Freude, die es zuläßt, die kleine Dinge zu achten und mit der Umwelt sorgsam umzugehen.
Stimmen von FSJlerInnen, die keine Konfession haben:
- Ich nehme von Taizé mit: Ruhe und den Glauben das es vielleicht doch einen Gott gibt.
- Ich bin total begeistert von Taizé, hätte nie gedacht das es mir so gefallen wird.
- Die Gebete in der Kirche waren für mich am Anfang sehr ungewohnt, weil ich ein Mensch bin, der nicht ruhig sein kann. Aber am Ende fand ich es angenehm mal Zeit zum Nachdenken zu haben.
- bin sehr positiv überrascht, wie man doch ohne Luxus doch so schön und harmonisch leben kann; obwohl ich nicht an Gott glaube, fand ich die täglichen Gebete wunderschön
Zusammengetragen von Jana, Leipzig
