Genf hat jeden einzelnen von uns neu gestärkt
Nach der Rückkehr vom Europäischen Treffen haben sehr viele über ihre Eindrücke und Erfahrungen berichtet. Es waren offenbar für alle überwältigende Tage voller Begegnungen mit Menschen verschiedener Nationen und Konfessionen. Viele waren so begeistert, dass sie auch im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein wollen. Hier einige Ausschnitte aus den vielen Mails, die ich bekommen habe, die die Stimmung während des Jugendtreffens gut wiedergeben.
„Es war für mich wieder ein interessantes und erfüllendes Erlebnis mit Tausenden anderen Jugendlichen zu beten, zu schweigen und zu singen. Sehr wichtig waren für mich die vielen Gespräche, die sich einfach so oder in der Gesprächsgruppe mit Menschen aus allen Herren Länder ergaben.“ (Martina)
„Mich hat in Genf am meisten beeindruckt, dass ein Ehepaar aus unsrer Gastgebergemeinde, die über Neujahr im Urlaub waren, und deshalb nicht am Treffen teilnehmen konnten ihr Haus geöffnet haben, und wir zu zehnt bis vierzehnt gemeinsam mit zwei Jugendlichen aus der Gemeinde dort leben durften. Welch ein Vertrauen! Sie sagten, dass es ja nicht weiter schlimm wäre wenn etwas kaputt ginge. Es sei ja eh nur materieller Besitz, der nicht wichtig sei.“ (Melody aus Tübingen)
„Voller Freude haben die Teilnehmer auf die Bekanntgabe der nächsten Treffen in Kenia und Brüssel reagiert. Es stimmt mich sehr traurig, dass die Menschen in Kenia in diesen Tagen soviel Leid erfahren müssen. “Dans nos obscurités, allume le feu qui ne s’éteint jamais“…“ (Janina aus Hamburg)
„Als Frère Alois in seiner Ansprache dazu aufgefordert hat, den Weg des Friedens und der Versöhnung zu Hause weiterzugehen, ist mir siedend heiß aufgefallen, dass 30.000 Menschen versammelt waren, die das wirklich erreichen wollen. Und das hat mir erst vor Augen geführt, dass man nach Taizé kommt, weil man Wege sucht, die Welt zu verbessern und nicht nur wegen der schönen Gesänge…“ (Silvia aus Bayern)
„Beeindruckend war auch die Vereinbarkeit der verschiedenen christlichen Kirchen.“ (Annette und Martin)
„Diese vier Tage zusammen mit orthodoxen, katholischen und protestantischen Brüdern und Schwestern, an denen wir zusammen gebetet, gesungen, diskutiert und viel gelacht haben, haben mir wieder Kraft und Energie für den Alltag gegeben und mich darin bestätigt, weiter aktiv in der Ökumene mitzuarbeiten.“ (Dieter aus Norddeutschland)
„Es hat mich auch sehr beeindruckt, dass manche Jugendlichen für die fünf Tage in Genf eine sehr lange Anfahrt auf sich genommen haben (beispielsweise waren die Jugendlichen aus Rumänien, die in meiner Gesprächsgruppe waren, insgesamt 6 Tage lang unterwegs)“ (Anna)
„Ich war vom ersten Moment voll dabei und integriert und kein bisschen allein. Gerade in solchen nicht gewöhnlichen Situationen, wo man seine alltägliche Komfortzone verlässt, da wird das Wirken und die Kraft des Heiligen Geistes spürbar, sichtbar und erlebbar.“ (Manuel aus München)
„Besonders hat mir das Treffen mit jungen Leuten aus anderen Ländern gefallen. Ich bin selber mit mir fremden Personen in eine Familie gegangen, also ich kannte niemanden und ich wurde nicht enttäuscht. Das stimmt mich im nachhinein immer noch glücklich. Fürs nächste Treffen würde ich mir mehr Zeit in den Kleingruppen wünschen, wir hatten in meiner Gemeinde nur zwei Treffen.“ (Janina)
„Ich war ganz begeistert von den Tagen in Genf, von der Gemeinschaft und der Durchmischung der Sprachen und Kulturen. Es war einerseits wie in Taizé, und doch auch ganz anders als Taizé! Eine tolle Erfahrung jedenfalls. Beeindruckend fand ich auch, dass – obwohl vor und nach und oft sogar während der Gebete ein Kommen und Gehen von ganzen Menschenmassen herrschte – die Stille im Gebet wirklich funktioniert hat. Trotz der tausenden von Menschen war es still, ich hatte mir vorher kaum vorstellen können, dass es auch mit so vielen Menschen möglich ist, gemeinsam zu schweigen.“ (Sonja)
„Seit vielen Jahren reise ich nun mit der Vorgruppe zu den Jugendtreffen. Und manchmal stelle ich mir die Frage: Hast Du nicht schon alles erlebt? Ist noch genügend Abenteuer dabei, ins Ungewisse aufzubrechen, sich zu neuen Erfahrungen aufmachen? Und dann geschieht es jedes Jahr von neuem: Eine herzliche Aufnahme durch die Gastgeber, Gott durch die vielen Gesichter zu erfahren, die mit einem den Weg des Vertrauens gehen und sei es nur für ein paar Tage. Genf war, wie jedes Treffen: Einzigartig und wunderbar.“ (Matthias)
„Ein bisschen schade fand ich, dass man nicht immer so gut zur Ruhe kommen konnte, was bei 40.000 Menschen jedoch kein Wunder ist.“ (Sebastian aus Dülmen)
„In der Kleingruppe haben wir konkret festgestellt, dass Engagement für Frieden und Gerechtigkeit hier und heute beginnt, nämlich im gegenseitigen Kennenlernen, Zuhören und dem Versuch, trotz unterschiedlicher Sprache und Kultur, einander zu verstehen.“ (Gabriel)
„Ich glaube, Genf hat jeden einzelnen von uns neu gestärkt, im Glauben und neuen Mut gegeben für diejenigen, die es gerade vielleicht nicht leicht haben.“ (Alice)
„Ich weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll. Die Tage waren so voll von interessanten Erfahrungen…Die schönste Erfahrung beim Treffen war wohl der Übergang ins neue Jahr…Viele legten die Arme auf die Schultern ihrer Nachbarn, hielten die Kerzen in die Luft und „wiegten“ sich im Takt der Musik hin und her. Am Ende des Liedes applaudierten alle und jeder wünschte jedem ein frohes neues Jahr“ (Sebastian)
„Auch hat es mich sehr fasziniert mit welcher Offenheit und Freundlichkeit die Menschen auf einen zukamen, seien es Jugendliche oder Genfer. Allerdings finde ich, dass man in Taizé den Geist besser spüren kann, da man in den Gebeten am Ende ungestört sitzen kann und nicht den Lärm der aufbrechenden Mengen hat.“ (Heiner)
„Zusammen mit neugewonnenen Freunden habe ich im Chor das neue Jahr mit Liedern willkommen geheißen. Nun ist meine Stimme nach den Strapazen leider nicht mehr
da, aber das war es wert!“ (Katharina)
„Ich hoffe, dass alle Teilnehmer die Erfahrungen des Treffens in Genf, die guten Erinnerungen und Stimmung mitnehmen und behalten konnten.“ (Lida)
“Genf war ein Treffen das sich nicht erklären lässt. Egal welche Nation und auch natürlich in der Gruppe jeder hatte offene Arme und ein offenes Herz. Manche haben gemerkt, dass der Spruch unserer Jugendwallfahrt zu Hause ‘Freundschaft, die zusammenhält, so verändern wir die Welt’ eine Dimension erreichen kann, die nicht mit Worten erfasst werden kann. Danke an alle unsere Gastfamilien, Gemeinden, besonders auch an die Pastorin und die Jugendlichen und den Priester, einfach mal so als Beispiele. Wie feiern eigentlich die Brüder Sylvester? Wir haben da sehr darüber gerätselt.” (Stefan, Bayern)
