Egal woher du kommst, man ist nie allein!

EIN JAHRESWECHSEL GANZ BESONDERER ART!!!!

40.000 Jugendliche feierten zusammen das 27. Europäische TAIZE-Jugendtreffen in Lissabon und mitdabei eine KUCHLERIN!!!

Vier Uhr Früh! Der Wecker holte mich unsanft aus meinem ohnehin unruhigen Schlaf! An Erholung war die ganze Nacht nicht zu denken, viel zu aufgeregt war ich auf meine Reise nach Lissabon. War es die richtige Entscheidung Silvester weit weg von meiner Familie und Freunden zu verbringen? Wie würde MEIN ERSTES europäisches Taize-Treffen wohl werden?

Auch zwei Stunden später, als ich in Salzburg auf meine ersten Kollegen aus St. Veit, Seekirchen und Kufstein traf, hatte ich noch dieses flaue Gefühl im Magen. Den anderen ging es wohl kaum besser. Und obwohl wir alle neugierig auf einander waren, wurde auf der Busfahrt nach Wien nicht allzu viel gesprochen – wir waren wohl alle noch etwas zu müde. Doch schon am Flughafen war es mit der Ruhe vorbei, 150 andere Jugendliche aus ganz Österreich nahmen uns in Empfang. Bei so vielen neuen Gesichtern verging auch die Reise in den Süden (mit Zwischenstopp in Palma de Mallorca) wie im Flug und plötzlich schwebten wir über den Dächern von Lissabon. Und wieder war die Aufregung groß! Wo würden wir wohl untergebracht sein?(Schulen oder Gastfamilien) Erschöpft aber lachend nahmen wir zur Kenntnis, dass für uns die Reise noch immer nicht zu Ende war: Denn nach der Begrüßung in der Stadt ging es per Zug und U-Bahn in die Pfarrgemeinde Caxias. Dort wurden wir von unserer Gastfamilie abgeholt und Joze, Beta und Sara waren uns drei Mädels, Moni, Petra und mir, auf den ersten Blick sympatisch und die Drei behandelten uns wie einen Teil ihrer Familie.

Schon Tags darauf entwickelten wir unser tägliches Ritual: Um sieben Uhr Tagwache, danach Morgenlob und anschließende Gesprächsrunden. (Am ersten Tag war ich nur stiller Zuhörer, doch bald darauf vergaß ich meine sprachlichen Bedenken und diskutierte in Englisch fleißig mit). Der Nachmittag blieb für Workshops in den Messehallen oder der Stadt, für uns gab es auch einen Ausflug mit der Gastfamilie und so kam es, dass ich einmal sogar im Meer stand und das im Winter. Am Abend folgte das Abendlob im Messegelände mit 40.000 Menschen sowie Taize-Gründer Frere Roger und seinen Mitbrüdern waren mit dabei.

Bei all diesen neuen Eindrücken, verging die Zeit natürlich wie im Flug, plötzlich war der Jahreswechsel da. Den Tag verbrachten wir in gewohnter Manier, nach dem Abendlob in der Pfarrgemeinde feierte ich erstmals das neue Jahr mit Menschen aus aller Welt. Doch neben der Feierstimmung schlich sich auch etwas Trauer ein – schon am nächsten Morgen traten viele unsere neuen Freunde wieder die Heimreise an. Wir Österreicher hatten allerdings Glück, unser Flieger ging erst zwei Tage später und so verbrachten wir noch eine tolle Zeit mit unserer Gastfamilie, die uns das richtige portogisische Leben (Essen, Orte,..) zeigte.

Wenn ich jetzt, zwei Monate später zurückblicke kann ich sagen, es war wohl eine der aufregensten und prägensten Wochen in meinem Leben. Als ich nach Lissabon kam kannte ich niemanden, als ich zurück in Kuchl war hatte ich Freunde gefunden und vor allem war ich um eine sehr wertvolle Erfahrung reicher:

Egal woher du kommst, wer du bist und in welcher Sprache du sprichst, man ist nie allein, denn der Glaube verbindet dich mit Tausenden Menschen auf der ganzen Welt!!!

In diesem Sinne

Katrin


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