Die Sprache der Gesten
Eva und Karina schreiben: „Taizé verwandelt Lissabon durch die starke Sprache der Gesten“, schrieb die „Diario de noticias“. Die portugiesische Tageszeitung erzählte, wie sich während der fünf Tage des Treffens in den Straßen der Hauptstadt „eine neue offizielle Zeichensprache“ entwickelte, in der sich die ausländischen Jugendlichen verständigen konnten. … Dank der großen Gastfreundschaft der Portugiesen wurden alle
Teilnehmer in Familien untergebracht. Mit Hilfe der „neuen Zeichensprache“ verständigten auch wir uns mit unseren Gasteltern, da sie nur portugiesisch sprachen. Die Herzensgüte und Einfachheit im Herzen der Portugiesen, wird uns ewig in Erinnerung bleiben. Wir wurden von unseren Gasteltern sehr herzlich aufgenommen. So saßen wir jeden Abend mit ihnen zusammen am Tisch, genossen die portugiesischen Köstlichkeiten der Gastmutter, ließen uns vom Gastvater zu einem Portwein einladen, lachten gemeinsam, aber trauerten auch gemeinsam, um die Seebebenopfer in Asien. Das erste Abendgebet des Jugendtreffens am Tag nach dem Beben und das gemeinsame Gebet am Samstagabend standen ganz im Zeichen der Opfer des Tsunami. „Wir beten in Gemeinschaft mit den Opfern des Seebebens in Asien und bitten den Heiligen Geist, die asiatischen Völker in ihrem tiefen Leid zu trösten“, sprach Frère Roger.
Gemeinschaft erlebt man immer wieder unter den Jugendlichen bei den europäischen Jugendtreffen, sowie bei den Treffen in Taizé. In Lissabon entdeckten wir diesen Zauber. Gemeinsam mit Jugendlichen vieler verschiedener Länder zusammen beteten, sangen, aßen, redeten und lachten wir, und konnten dabei spüren, das man, egal von wo man kommt und wo man ist, das Gleiche fühlt und die gleiche Sehnsucht nach Frieden hat. Dies ist ein Zeichen der Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden, welches wir in unserem Herzen mit nach Hause nahmen.
