Die Jugendlichen aus den anderen Ländern erwartet vielleicht eine Überraschung!
1. Was ging mir durch den Kopf, als ich hörte, daß das Europäische Jugendtreffen dieses Jahr in Hamburg ist? Was fällt mir zur Stadt Hamburg ein? Welche Chance(n) sehe ich im Treffen dort?
2. Welche Elemente, die zu so einem Treffen gehören, sind mir besonders wichtig? Warum?
- gemeinsame Gebete mit Gesängen und Stille in den Messehallen
- Vormittage in den Kirchengemeinden mit Gebeten und Gesprächen und Begegnung mit Leuten, die sich engagieren
- Gesprächsrunden zu religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Themen am Nachmittag
- Gebet um Frieden und Fest der Nationen in der Silvesternacht
3. Was bedeutet es für mich, in Deutschland Gastgeber(in) für Jugendliche aus anderen Ländern zu sein? Was kann ich persönlich beim Treffen konkret dazu beitragen?
4. Wie kann ich zu Hause in der Schule, in der Gemeinde usw. andere Jugendliche finden, die zusammen mit mir in der Vorgruppe nach Hamburg kommen, um den Jugendlichen von überall her die Tage dort so schön wie möglich zu machen?
5. Was erwartet die Jugendlichen aus Ost und West, Nord und Süd, wenn sie derzeit nach Deutschland kommen?
6. Was würde ich gerne den Jugendlichen, die zum Treffen nach Deutschland kommen, sagen oder erzählen, was würde ich sie gerne fragen?
7. Aus welchen europäischen Ländern oder Gegenden, die ich kaum kenne, würde ich besonders gerne Jugendliche treffen? Warum? Aus welchem Land würde ich gerne Jugendliche wiedersehen? Warum?
Alexandra aus Würzburg:
1. Hamburg ist eine tolle Stadt mit viel Kultur. Ich war 2000 dort beim Katholikentag und das war eine tiefe Erfahrung. Die Leute waren sehr nett und zuvorkommend, und der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut. Die Erzdiözese Hamburg ist noch sehr jung, und ich denke das Treffen kann für die Menschen dort eine Bestärkung sein. In Hamburg leben auffallend unterschiedliche Menschen. Man könnte sagen, daß die Internationalität des Jugendtreffens die Situation vor Ort gut widerspiegelt.
2. Die Hamburger sind nüchterne Leute, und so denke ich, daß es bei aller Begeisterung auch ein gut „geerdetes“ Treffen sein wird. Ich freue mich gerade auch auf das „Fest der Nationen“ in der Neujahrsnacht, weil es gut sein wird für Toleranz, Begegnung und somit auch für eine friedliche Gesinnung untereinander!
3. Deutschland ist als sehr reiches, wirtschaftlich sehr reiches Land bekannt, aber vielleicht ist es in der gegenwärtigen Kirchensituation eher arm. Diese Spannungen werden sicherlich manche Jugendliche, die von auswärts kommen spüren. Das Treffen kann uns als Kirche in Deutschland zum Nachdenken bringen. Vielleicht werden manche noch vom Wohlstand verblendet; genauso gibt es aber auch bei uns verdeckte Armut. Auch auf die Kirche kommt hier in der nächsten Zeit viel Verantwortung zu.
6. Die Jugendlichen, die aus anderen Ländern nach Deutschland kommen, möchte ich fragen, ob sie nur wegen des Taizé-Treffens unterwegs sind oder sich auch, wie ich, in ihrer Kirchengemeinde engagieren. Und dann würde ich auch gerne noch wissen, warum sie so einen weiten Weg auf sich nehmen. Und auch, was für sie neben den Jugendtreffen in Taizé, in Frankreich, das Besondere an den Europäischen Jugendtreffen ist.
7. Ich bin nun zum ersten Mal in Taizé gewesen und ganz neugierig auf das Europäische Jugendtreffen in Hamburg.
Mirjam aus Würzburg
1. Spontan dachte ich mir: Super! Endlich ein Taizé-Jugendtreffen in Deutschland!! Von Hamburg weiß ich nicht viel mehr, als daß es im Norden Deutschlands liegt und eine Hansestadt ist. Ich möchte dort nette Leute aus aller Welt kennenlernen und auch manche, die ich im Sommer in Taizé traf, dort wiedersehen.
2. Mir sind alle Aspekte des Treffens sehr wichtig, besonders auch das Beten und Singen, weil mir diese Art sehr gefällt und ich finde, daß das zu einem Taizé-Treffen einfach dazu gehört. Ganz wichtig finde ich auch die Gesprächsrunden, denn hier kann man sich gut mit anderen über die Meinungen über Religion usw. austauschen und auch viel Neues erfahren. Und sehr wichtig ist natürlich auch das Gebet um Frieden und das „Fest der Nationen“. Das hört sich sehr interessant an…
3. Gastgeberin zu sein heißt für mich, die Leute aus dem Ausland herzlich und mit offenen Armen zu empfangen und freundschaftlich aufzunehmen. Beim Treffen kann ich auf andere zugehen und Kontakte aufbauen.
4. Zu Hause werde ich vielen erst einmal von Taizé und den tollen Erfahrungen erzählen und ihnen berichten, wie schön solche Treffen sein können.
5. Ich denke, die Jugendlichen aus den anderen Ländern erwartet vielleicht eine Überraschung, weil sich möglicherweise feststellen, daß Deutschland gar nicht so reich ist, wie es immer aussieht, sondern daß wir auch einige Probleme haben, zum Beispiel immer weniger Ausbildungs- und Arbeitsplätze.
6. Ich möchte die Jugendlichen von anderswo fragen, wie ihre Kulturen aussehen, wie sie zu Hause im Alltag leben. Und dann würde ich ihnen gern einiges von unserem Leben in Deutschland erzählen.
7. Ich freue mich vor allem darauf, Jugendliche aus Schweden oder Norwegen zu treffen, weil mich interessiert, wie sie dort leben, und ich zum Beispiel Schweden kaum kenne. In Deutschland hört man sehr wenig von diesem Land. Außerdem möchte ich gerne Jugendliche aus der Tschechischen Republik wiedersehen, weil wir uns, obwohl es ein Nachbarland ist, nur ganz selten Treffen, zum Beispiel in diesem Sommer in Taizé.
Beatrice aus Würzburg
1. Als ich hörte, daß ein Europäisches Jugendtreffen in Hamburg stattfindet, habe ich mich gewundert, daß ich erst nach Taizé fahren mußte, um mitzubekommen, was in Deutschland los ist. Ich freue mich, daß ich vor meinem Besuch im nächsten Jahr wieder in Taizé vorher noch etwas anderes ausprobieren kann. Ich denke, daß es auch in Hamburg etwas anders sein wird als in Taizé. Auf jeden Fall wird die Busfahrt von Würzburg bis Hamburg nicht so lange dauern wie von Würzburg nach Taizé.
2. Ich denke das Treffen wird von Einfachheit und Improvisation geprägt sein, und das ist für mich wichtig. Denn es soll nicht zum „Evert“ werden, sondern viel mehr eine Gelegenheit, ein Ort zum Nachdenken und zur Stille.
3. Gastfreundschaft zu üben bedeutet für mich, Vorurteile gegenüber Deutschland verkleinern zu können und selbst offen zu sein für unsere Gäste.
4. Unser Pfarrer, der mit uns nach Taizé gefahren ist, wird bestimmt in irgendeiner Weise bei den Vorgruppen mitarbeiten, und ich habe vor, mich ihm anzuschließen.
5. Ich befürchte, daß die Jugendlichen in Deutschland keine so große Offenheit erwartet, wie man sie hier in Taizé findet, aber es wird in Hamburg bestimmt viele Ausnahmen davon geben. In Hamburg würde ich gerne Jugendliche aus Bulgarien, Ungarn und Rußland treffen, weil ich mit diesen Ländern bisher noch wenig verbinde.
Johannes aus Bochum
1. Ich dachte mir: Schön, daß das Treffen mal nicht so weit entfernt ist. Ich war selbst noch nie in Hamburg, würde aber gerne einmal die Stadt kennenlernen und freue mich, daß ich dies gleich mit dem Treffen verbinden kann. Das Treffen bietet wohl die Chance, daß sich Deutschland offen und international zeigen kann. Viele Jugendliche werden sehen, daß man sich in Deutschland wohl fühlen kann, wenn das Land auch nicht überall beliebt ist.
2. Im Grunde genommen finde ich alle Elemente des Treffens wichtig, am meisten jedoch die täglichen Gebete und das Friedensgebet in der Neujahrsnacht; das Gebet hat vermutlich die größte Kraft, Menschen miteinander zu verbinden.
3. Es kommen so viele Jugendliche jedes Jahr nach Taizé, da finde ich es wichtig, daß wir auch einmal zu Hause Gastgeber sind. Beim Treffen möchte ich kleine Gesprächsgruppen leiten, bei der Organisation helfen und den Brüdern möglichst viel Arbeit abnehmen. Außerdem möchte ich mich zusammen mit meiner Kirchengemeinde zu Hause auf das Treffen vorbereiten.
4. Ich werde in der Universität überall Aushänge mit dem Hamburg-Plakat machen.
5. Es könnte sein, daß die Jugendlichen aus ganz Europa in Hamburg auch auf ein paar mürrische Leute treffen, da die Arbeitslosigkeit zunimmt, die Leute mißmutig stimmt und viele es nicht gewohnt sind bei so einem Treffen aus dem Alltagstrott auszubrechen.
6. Fragen würde ich zu gern die Jugendlichen nach dem Europäischen Treffen, was sie vorher und was sie nach dem Treffen über Deutschland und seine Bewohner denken.
7. Ich freue mich auf die Jugendlichen aus allen europäischen Ländern.
Jan aus Hamburg
1. Es ist für mich so schön, endlich einmal so ein Treffen ganz in der Nähe zu haben. Ich kann bereits im Vorfeld teilnehmen, mich an der Planung und der Vorbereitung beteiligen. Und ich bin nicht nur ein Teilnehmer, sondern auch Gastgeber, habe in einer besonderen Weise Verantwortung für unsere Gäste.
2. Ich finde alle Aspekte des Treffens sind wichtig, am stärksten betonen und fördern sollte man das „Fest der Nationen“. „Fest“, da ein Fest ja zu Silvester gehört, „Nationen“, da das die globale Gemeinschaft, die Überwindung von Grenzen betont.
3. Ich kann den Gästen vor allem helfen, in einer fremden Umgebung etwas heimisch zu werden und sich zurecht zu finden, zum Beispiel einen Stadtplan besorgen und von Hamburg erzählen.
4. Ich werde überall Plakate für das Treffen aufhängen, ansonsten denke ich, daß es nicht leicht ist auf Leute Einfluß zu nehmen.
5. Ich denke, daß die Jugendlichen von anderswo zuerst Gastfreundschaft erwartet und hoffe, daß sich viele zur Verfügung stellen. Es erwartet sich aber auch eine Stadt, die kennenzulernen sich lohnt.
6. Eine Frage würde ich gerne Jugendlichen aus vielen verschiedenen Ländern stellen: „Wie beurteilt ihr die aktuelle Entwicklung in der Europäischen Union?“
7. Jeder ist interessant.
Annika aus Ratingen bei Düsseldorf
1. Ich erhoffe mir vom Treffen, daß Deutschland immer weniger als Außenseiter behandelt wird und das alte Vorurteil, daß die Leute dort mehr etwas gegen Ausländer haben als anderswo, endgültig aus dem Weg geräumt wird. Und natürlich ist schön, daß das Treffen in Hamburg schneller für mich zu erreichen ist! Hamburg ist eine Weltoffene Stadt, in der viele Nationen vereint leben, und deshalb ist es meiner Meinung nach ideal für das Europäische Jugendtreffen geeignet. Gerade weil Hamburg so weltoffen und leicht zu erreichen ist, kommen vielleicht noch mehr Leute aus anderen Ländern, und die Gemeinschaft wird noch größer.
2. Gemeinsame Gebete und Gesänge mit Stille sind mir besonders wichtig, weil so Gemeinschaft und ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht. Und es ist schön, wenn man weiß, daß alle für die gleiche Sache beten! Gesprächsrunden zu religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Themen finde ich auch wichtig, da man sich da gut informieren und mit anderen Leuten diskutieren kann. Gebet und Frieden und „Fest der Nationen“ in der Silvesternacht sind für mich persönlich am allerwichtigsten, denn ich könnte mir in diesem Augenblick, am Jahreswechsel, nichts schöneres vorstellen, als mit Jugendlichen aus allen Ländern zusammen für Frieden zu beten und gemeinsam zu feiern.
3. Man kann Deutschland beim Europäischen Jugendtreffen so darstellen, wie es wirklich ist, das heißt die Vorurteile aus dem Weg räumen. Man kann zeigen, daß Deutschland ein gutes Gastgeberland sein kann, in dem man Interesse für die anderen Länder und Nationen zeigt, aber auch mitteilt, was derzeit in Deutschland geschieht. Ich persönlich könnte zum Beispiel die Fragen anderer Jugendlicher zum „Leben in Deutschland“ beantworten.
4. Ich kann das Treffen dadurch vorbereiten, indem ich anderen von Taizé und diesen Treffen erzähle, sie neugierig mache und dazu motiviere, etwas für das Treffen beizutragen, durch ihre Hilfe zu Stande zu bringen. Ich würde ihnen auch erzählen, daß es wichtig ist, daß die Jugendlichen aus dem Ausland sich bei uns wohl fühlen.
5. Ich meine, daß die Jugendlichen aus allen Ländern ein freundliches Land, eine freundliche Stadt erwartet, in der sich viele deutsche Jugendliche daran freuen, mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern zu beten, zu feiern, eine gemeinsame Zeit zu verbringen.
6. Ich würde gerne mit den Jugendlichen von anderswo über ihre und meine Lebensgewohnheiten reden, über Freunde, Familie, Freizeit und Schule.
7. Ich habe erst sehr selten Jugendliche aus Spanien getroffen und würde sie deshalb gern einmal kennenlernen, bzw. Mehr über sie und ihr Land erfahren. Ebenso würde ich gern die Italiener, die ich bei meinen zwei Aufenthalten in Taizé kennengelernt habe, wiedersehen, mit ihnen Spaß haben, aber auch wieder mit ihnen über Gott und die Religion reden. Auch finde ich es sehr interessant Menschen aus Korea oder anderswo in Asien kennenzulernen; ich weiß so gut wie nichts darüber, wie sie leben oder welche Gebräuche und Traditionen sie haben. Ich freue mich aber über jeden Jugendlichen, den ich kennenlerne, egal aus welchem Land er kommt.
Dorothea aus Würzburg
1. Nachdem ich seit vier Jahren regelmäßig nach Taizé fahre, aber noch nie an einem Jahrestreffen teilnehmen konnte, dachte ich erst mal: In diesem Jahr klappt es endlich!
Hamburg selber kenne ich noch nicht, aber da es im Verkehrsnetz relativ zentral liegt, ist die Anreise für viele Jugendliche günstig. Ich sehe im Treffen auch eine Chance, daß viele erst richtig herausfinden, worum es in Taizé wirklich geht.
2. Die gemeinsamen Gebetszeiten sind für mich eines der wichtigsten Merkmale in Taizé und dann wohl auch bei den Europäischen Treffen. Von allem anderen lasse ich mich überraschen.
3. Ich möchte möglichst schon mir der Vorgruppe kommen und beim Treffen mithelfen, damit wir als Deutsche unsere Gäste möglichst gut empfangen können und sich alle wohl fühlen.
4. Bei der „Nacht der Lichter“ in Würzburg hoffe ich, daß ich mich mit den anderen zu einer Vorgruppe zusammenschließen kann. Für diese „Nacht der Lichter“ werden in Würzburg und Umgebung überall Leute angesprochen, Plakate aufgehängt und Ankündigungen gemacht.
