Ein Nachmittag wie in Taize in Wien

Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde in Wien

Mehr als 120 junge Erwachsene nahmen am „Nachmittag wie in Taizé“ in der Alten Burse teil. Aus allen Nachbarländern Österreichs waren Gäste dabei, manche extra angereist. Aber auch noch fernere Nationen waren da: Russland, Togo, Peru; Schweden, England, Frankreich, Spanien…

Grund dafür war auch die Anwesenheit von Frère Andreas aus Taizé, einem Ort der für viele ein ganz besonderer Kraftquell ist. Frère Andreas betonte, dass auch ein Bruder aus Taizé mal wegfahren muss, um Energie zu tanken –Tage wie dieser wären dafür ideal.

Nach einem Bibelimpuls zu „Elija am Gottesberg Horeb“ und Berichten über die Jugendtreffen in Kenia und auf den Philippinen (geplant für Februar 2010) teilten wir uns in vier Gesprächskreise, die verschiedene Aspekte des „Brief aus Kenia“ von Frère Alois (dem Prior der Gemeinschaft von Taizé) behandelten – und doch immer wieder zur gleichen Frage hinführten: Wie kann ich heute Christus nachfolgen?

Zum Thema „Solidarische Globalisierung“ gab ein Theologiestudent und Attac-Mitglied wertvolle Anregungen, wie wir uns individuell und kollektiv für eine andere Globalisierung einsetzen können. In „Das Leid schließt die Freude nicht aus?“ wurde sehr persönlich über die Fröhlichkeit, das Tanzen und Singen als eine ganz wichtige Form von „Sozialarbeit“ gesprochen. „Einander helfen, den Glauben zu vertiefen“ führte Menschen zusammen, die sich in Gruppen bemühen die Vereinzelung zu überwinden und Menschen in schwierigen Situationen beizustehen und zuzuhören. Und bei „Die Abschottung in unseren Gesellschaften überwinden“ ging es um die Situation von Fremden und MigrantInnen in Österreich und ganz konkrete Möglichkeiten sich für deren Rechte einzusetzen.

Der zentrale Hof der Alten Burse wurde für ein selbst organisiertes Buffet und gemütliches Plaudern und Vernetzen am Rande des Programms genutzt. JedeR hatte Essen zum Teilen mitgebracht, es blieb wie immer einiges für die letzten HelferInnen über.

Seinen feierlichen Abschluss fand der Tag in der Ruprechtskirche mit einem mehrsprachigen „Abendgebet der Versöhnung“.

Fotos auf: Flickr.com

Eine offene Gruppe an engagierten Menschen möchte gerne weiter machen und ca. vierteljährlich größere Taizé-Gebete mit daran gekoppelten Gesprächskreisen organisieren. Kontakt: Taize [punkt] Wien [at] gmx [punkt] at

Nächster Termin: KHG Ebendorfer Straße 8, Edith Stein Kapelle – 17. Juni, 1930,
Davor: Gesprächskreise zu u.a. „Schöpfungsverantwortung & Nachhaltigkeit“

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