Home
 
Gebete - Treffen
Fahrten
             Nacht der Lichter
 
Erfahrungen, Gedanken, Berichte
 
Infos für Österreich und Südtirol
 
Kontakt
 


Herzlich Willkommen!



Ostern schneite es in Taizé
Für viele, die dort waren, kein Grund,
die Zeit auf dem Hügel nicht zu geniessen.
Manche, die im Zelt schliefen,
nahmen's mit Humor, wie das Foto zeigt.
Und an Christi Himmelfahrt hat es
nicht geschneit




Am 30. Dezember in Genf:
Die Deutschsprachigen trafen sich beim Weltkirchenrat

Diesmal fand das im Volksmund so genannte "Regionaltreffen" beim Europäischen Jugendtreffen im überfüllten großen Versammlungsraum des Weltkirchenrates, Route de Ferney, statt. Sina, eine junge Praktikantin beim ÖRK, die mit den beiden anderen im Sommer in Taizé war, hieß alle ganz herzlich willkommen und meinte, sie hätte den Saal noch nie so voll erlebt.





Beim Treffen erzählten verschiedene Jugendliche von ihren Erfahrungen auf dem "Pilgerweg", u. a. in Cochabamba und Halle/Saale, bei den Europäischen Treffen und beim Jubiläumsjamboree der Pfadfinder, wo Gebete mit Gesängen aus Taizé gehalten wurden. Was für 2008 besprochen wurde, findet ihr auf den Internet-Seiten aus Taizé.

Gibt es irgendetwas, das noch schöner sein könnte? Meine Antwort ist klar:"Nöh" - meint Peter, dessen Bericht ihr hier nachlesen könnt.

Isabel aus Bonn, die ihr Schulpraktikum in Genf und dann in Taizé machte, hat einen Bericht über das Treffen zusammengestellt, der hier zu lesen ist.

"Genf hat jeden einzelnen von uns neu gestärkt!" Hier könnnt ihr Reaktionen von Teilnehmern des Europäischen Jugendtreffens in Genf lesen.

2008/2009 treffen wir uns übrigens in Brüssel (29. Dezember - 2. Januar) Und: "In Brüssel haben am Wochenende 16./17. Februar die Vorbereitungen für das zum Jahresende stattfindende Europäische Jugendtreffen begonnen. Der belgische Kardinal Godfried Danneels sagte bei einem Gebetsabend in der Kathedrale, mit dem Jahrestreffen in Brüssel verwirkliche sich für ihn ein alter Traum. Vertreter der zahlenmäßig kleinen protestantischen Kirche Belgiens kündigten ihre Mitarbeit bei den Vorbereitungen an." (kna, 18.02.2008)
Ein kleiner Vorgeschmack auf Belgien mit diesem Kommentar des Deutschlandradios: "Was bleibt von Belgien? Belgien lässt sich als diffuse Nation im Sprachenclinch beschreiben, die nach 170 Jahren noch immer wie eine Laune des Zufalls wirkt. Doch Belgien wird sich wohl kaum auflösen 'wie eine Tablette Aspirin im Wasser', wie es ein flämischer Nationalist vor kurzem prophezeite. Im Mutterland des Surrealismus scheint gerade die medial inszenierte Identitätskrise einen Grundpfeiler der "Belgitude" zu bilden. In einem Land, das als unbeabsichtigte Folge einer Opernaufführung entstand, gehört selbst die mediale Inszenierung des Untergangs zur Normalität. Als Ende 2006 das wallonische Fernsehen die Abspaltung Flanderns in einer fiktiven Live-Reportage verkündete, schien das vielen Zuschauern trotz des Hinweises, das Folgende sei vielleicht keine Fiktion, nur allzu wahrscheinlich. Am Ende lieferte auch dieses Medienereignis den Belgiern nur einen weiteren Anlass, sich über Belgien gemeinsam uneinig zu sein." (dradio.de) Und wir freuen uns erst recht auf die belgischen Gastfamilien beim Europäischen Treffen

Samstag, 19. April 2008:
Mögen sich die Polen und die Deutschen oder nicht

Sie mögen sich, das zeigte sich beim Treffen, zu dem Jugendliche in Posen (gleich hinter Frankfurt/Oder und das liegt gleich hinter Berlin) einladen hatten. Unter www.71250.org (wem sagt diese PLZ etwas:)?) findet ihr Näheres, auch auf Deutsch. Frère Alois und andere Brüder kamen. Und Ester, die schreibt:
"Ja, ich war in Posen. Es hat mir sehr gut gefallen. Ich habe einige Polen wiedergetroffen, die ich aus Genf und aus Krakau kannte. Untergebracht war ich bei einem älteren Ehepaar, das nur Polnisch und Russisch sprach, alles Sprachen, die ich nicht verstehe. Aber irgendwie kamen wir schon zurecht. Die Frau hat mich immer wieder umarmt und mich mit Bussis überhäuft, wenn mal wieder keine Verständigung möglich war oder einfach so. Der Mann war ökonomischer und hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht, ganze Sätze zu bilden, sondern hat sich auf Zeigen und Ein-Wort-Äußerungen beschränkt. Es war schon lustig. Am Sonntag hatten sie mich sogar mit ihrem Auto zum Bahnhof gefahren und mich dort verabschiedet, obwohl ich schon eine Straßenbahnfahrkarte besorgt hatte. Sie haben mich wirklich sehr herzlich aufgenommen."
Es war ihre zweite Reise nach Polen innerhalb ganz kurzer Zeit: "Ja, auch die erste war eine sehr schöne Reise, die nicht nur von Besichtigungen, sondern auch von Begegnungen geprägt war. Auf der Hinfahrt war unsere gesamte 14köpfige Gruppe bei der Mutter unseres Kaplans zu einem schlesischen Abendessen bei ihr zuhause eingeladen. Einer seiner Freunde, der wiederum Kaplan in Krapkowice ist, hat uns spätabends noch die örtliche Kirche St. Nikolaus gezeigt. In Krakau hatten wir die Abende zur freien Verfügung und so sind zwei von uns zum Taizé-Gebet gegangen, das dort jeden Donnerstagabend stattfindet. Extra für uns haben sie die Bibeltexte auch auf Englisch vorgetragen und ein paar deutschsprachige Taizé-Lieder eingebaut. Und einer von uns hat sogar ein Mädchen wiedergetroffen, das er vor zwei Jahren in Taizé kennengelernt hat. Auf der Rückfahrt über Breslau waren wir bei Thomas (er singt bei den Chemnitzer Nacht der Lichter-Feiern immer mit anderen die Soloverse) und seiner polnischen Frau zu einer Stadtführung und anschließendem Mittagessen in ihre Wohnung eingeladen."
So hatten die jungen Posener eingeladen: "Aus der Dynamik der Auferstehung leben! ...damit Vertrauen unter uns wächst/ Treffen und gemeinsames Gebet/ mit Brüdern aus Taizé in Posen.../ ...keine 3 Stunden von Berlin/ Junge Polen laden ein.../ Samstag, 19. April 2008, 19.00 Uhr/ Kirche Mariä Heimsuchung/ os. Bohaterów II Wojny Swiatowej 88/ Wir freuen uns auf euch!"
+++++++

Es ist mit dieser Woche nicht vorbei, nicht getan, meint Benedikt und schickte einen Aufruf an alle, die wieder im Alltag sind, den ihr hier nachlesen könnt.
+++++++

Hier könnt Ihr lesen was Melanie aus Bad Doberan zu Taizé meint. Miteinander und für andere handeln - aus dem Vertrauen auf Gott Kraft schöpfen, das war ihre Erfahrung von Taizé.
+++++++

Die Vorbereitungen des Jugendtreffens in Nairobi (Kenia) haben begonnen
Zwei Brüder sind losgefahren und beginnen mit Jugendlichen dort das internationale Jugendtreffen für Ende November vorzubereiten. Als erstes nach ihrer Ankunft halfen sie in einem Altenheim bei der Verteilung von Lebensmitteln. Sie sagen, man sähe es den Menschen an, dass sie in einer sehr angespannten Situation leben. Wer fährt mit nach Afrika Hier erste Berichte von der Vorbereitung. Dass die Lage dort derzeit nicht ganz einfach ist, hat sich herumgesprochen.

Ein Kirchenverantwortlicher (der Vorsitzende der Vereinigung der katholischen Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar SECAM Kardinal Polycarp Pengo) hat "mittelfristig wenig Hoffnung für Kenia": "Solange sich keiner der beiden Rivalen um die Präsidentschaft zum Wohl des Landes zurückziehe, sei eine Lösung kaum zu erreichen. Auch eine Koalitionsregierung der beiden hält Pengo für 'fast unmöglich'. Die Eskalation der Gewalt sei für ihn besonders enttäuschend, weil Tansanias Nachbarland bisher zu den stabilen und vergleichsweise wohlhabenden Nationen auf dem Kontinent gehöre, so Pengo. Nun stehe Kenia in den Gefahr, in Armut und Chaos zu versinken.
Der Kardinal machte die beiden Anwärter auf die Präsidentschaft persönlich für die Gewalt im Land verantwortlich. Obwohl sich Menschen, deren Staatsoberhaupt sie sein wollten, gegenseitig umbrächten, gebe es bis heute von keinem der beiden einen Aufruf zum Gewaltverzicht. 'Wessen Präsident wollen die beiden sein: Präsident der Gräber?', so Pengo wörtlich." (KNA)

Nun ein Hoffnungszeichen: "Die verfeindeten politischen Lager haben sich darauf geeinigt, eine neue Verfassung zu erarbeiten. Binnen eines Jahres wollen Regierung und Opposition die neue Verfassung beschließen, erklärte ein Unterhändler der Regierung nach zweitägigen Gesprächen außerhalb von Nairobi. Strittig ist nach wie vor die Zusammensetzung der kenianischen Regierung – der Hauptstreitpunkt zwischen den Anhängern von Präsident Kibaki und Oppositionsführer Odinga. Die Lage in Kenia hat sich an der Oberfläche beruhigt, sagten Missionare gegenüber der vatikanischen Nachrichtenagentur Fides. In allen Kirchen der Erzdiözese Nairobi wird an diesem Sonntag ein Hirtenbrief von Kardinal John Njue verlesen, der die Katholiken an ihrer Verantwortung für Frieden und Gewaltverzicht erinnert." (rv/fides, 15.2.08)

"Ungeachtet des Durchbruchs müssen unsere Spitzenpolitiker daran erinnert werden, dass kein Führer ohne die Hilfe der Fußsoldaten bestehen kann, die ihn stützen. Und die normalen Bürger in Kenia werden wahrscheinlich noch ein wenig in Aufruhr bleiben. Einen Vertrag zu unterschreiben, ist die eine Sache. Die Wunden zu heilen ist eine andere. Der Schaden, den die verheerende Gewalt in den letzten beiden Monaten verursacht hat, kann nur durch eine großangelegte Versöhnungskampagne behoben werden. Die Angst wird unser Land noch lange Zeit regieren. Das zu ändern ist die eigentliche Herausforderung. Es ist aufrichtiger Einsatz gefordert, um Kenia und seine Menschen wieder zu einen." (Daily Nation, Nairobi, 29.02.08)
"Es ist zu früh, das Ende der Krise auszurufen. Die neue Regierung ist noch nicht gebildet. Auch ist keineswegs klar, ob die Hardliner beider Seiten den Kompromiss von Nairobi akzeptieren werden. Auf beiden Seiten werden militante Gruppen trainiert und ausgerüstet, die das Land schnell wieder ins Chaos stürzen können. Die ethnischen Konflikte schwelen weiter und können wieder explodieren, wenn der politische Prozess erneut ins Stocken geraten sollte. Die blutigen Überfälle und Massenvertreibungen der vergangenen Wochen haben das Land schwer gezeichnet. Und es wird sehr lange dauern, die verfeindeten Gruppen wieder miteinander zu versöhnen, selbst wenn die politischen Vereinbarungen halten sollten". (Süddeutsche Zeitung, 29.02.08).
"Alle Euphorie über den nun gefundenen Kompromiss kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das ostafrikanische Land tief gespalten ist. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob es Kibaki und Odinga nur um die Macht geht oder ihnen tatsächlich das Wohl des Volkes am Herzen liegt. Sie müssen nicht nur den Konflikt der Ethnien, sondern vor allem auch die Kluft zwischen Arm und Reich überwinden. Nur dann kann Kenia wieder zum Anker in Ostafrika werden." (Neue Osnabrücker Zeitung, 29.02.08)


"Ostern im Schnee..." auch in Taizé
Hat den Deutschen, die in bitterer Kälte am Ostermontag ankamen aber nichts ausgemacht. In den Schlafsälen, die überhaupt nicht ausreichten, rückten sie zusammen und die Stimmung war ausgezeichnet. Aus allen deutschen Bundesländern waren in den Wochen um Ostern weit über 5000 Leute in Taizé. Und dann noch die Österreicher und die Südtiroler... Wer's nicht miterlebt hat, dem kann man's kaum beschreiben.

Nach den Osterferien kommen nun Gruppen aus Schulen auf Projektfahrten und mit Zivis, gerade ist eine aus Stuttgart dort, auch mit einem, der zur Zeit seinen Wehrdienst ableistet. Wer in der Schulzeit nach Taizé fahren kann, hat dann auch eine besondere Verantwortung, zu Hause das Schulklima mitzuprägen und sich anderweitig zu engagieren, meinen Schülerinnen und Schüler. In den letzen Wochen waren u. a. da: Goethe-Gymnasium Regensburg, Gymnasium Indersdorf, Gymnasium Königsbrunn, und: "Dieses Jahr kommt die Sophie-Scholl-Schule mit dem Arndt-Gymnasium aus Berlin mit etwa 65 jungen Menschen plus Begleiter. Die Schulen unterstützen diese Arbeit inzwischen sehr und gestatten uns zu fahren vom 5.-13.Juli 2008. Wir möchten gern wieder unsere eigenen Zelte mitbringen. Ein Teil der jungen Leute vom letzten Besuch, jetzt Oberstufenschüler sind wieder begeistert dabei und unterstützen uns auch bei der Vorbereitung und ebenso in Taizé."

Im Februar waren u. a. Jugendliche aus Dresden in Taizé, die eine "Nacht der Lichter" beim EVA-Jugendfestival am Freitag vor Pfingsten in der Kreuzkirche vorbereiten, und, wie jedes Jahr (hier Bilder von 2007) rund hundert Jugendliche mit ihrem Jugendpfarrer aus der nordfranzösischen Diözese Cambrai - warum? Julien, 19 Jahre, meint: "Es ist leicht zu sagen: Ich fahre nach Taizé, weil man es nicht erzählen, sondern nur erleben kann. Wenn ich länger nachdenke - ich komme immer wieder, weil bei den Gebeten und Gesprächen ständig Jugendliche aus so vielen Nationen zusammen sind, und hier lernen wir uns so kennen, wie wir in unseren Ländern sind, und nicht wie wir oft nach außen hin erscheinen."

An Karneval/Fasnacht/Fasching und über Aschermittwoch waren viele junge Portugiesen und Deutsche in Taizé (das ist nun jedes Jahr so, eine ganz tolle Woche), es entstanden viele Bekanntschaften. Unter den Deutschen, die mit den Regenbogen-Pendelbussen fuhren, waren Gruppen mit Firmlingen aus Baden-Württemberg und auch eine große Gruppe mit Leuten, die ein freiwilliges Soziales Jahr machen, organisiert von der evangelisch-methodistschen Kirche.
Einige bekannten freimütig, dass sie auch mit Ängsten nach Taizé gefahren sind. Ein Mädchen sagte: "Ich hatte Angst, dass ich hier in eine Glaubensform gepresst werde." Ein Anderes meinte: "Ich befürchtete, dass man mir in Taizé meinen Kinderglauben austreibt, und mir einen dunklen, drohenden Gott aufdrängt." Beide waren erleichtert, dass dies keineswegs der Fall war.
Matthias, ein Theologie-Student, schrieb nach der Rückkehr von zu Hause: "Es hat mir sehr gut getan und ich konnte in Taize neu zur Ruhe in Gott finden. Im letzten Semester hatte ich mich förmlich von meinen Verpflichtungen als Student auffressen lassen. So habe ich spüren müssen, wie mich auf diese Art selbst das Glaubenstudium und die Sache mit Gott von Gott weggebracht hatte. Ich hatte meinen inneren Halt mehr und mehr aufgegeben, weil ich mir selbst nur wenig persönliche Zeit mit Gott einräumte und haltlos geworden zwar die Haltung zu bewahren suchte, jedoch nur noch äußerlich funktionierte.
Weil ich selbst nicht mehr in mich kehrte und mich von Gott erreichen lies, verkehrte sich meine Sehnsucht nach Gott, aus der resultierenden inneren Leere heraus, in die Frustration des Unerreichbaren. Obwohl sich mir Bibeltexte aufschlossen und ich die Wahrheit der Botschaft erkannte, drückte mich so selbst die wunderbarste Botschaft, weil sie mich persönlich nicht mehr erreichte. In der Unruhe dieser inneren Leere und Zerrissenheit der Botschaft gegenüber kam ich nach Taize und konnte in einzelnen Gebeten mich neu auf Gott besinnen und mein innerstes von seiner Ruhe erfüllen lassen.
Ein ehemaliger Studienkollege und Freund hielt das protestantische Abendmahl am Samstag. Ich durfte beim Austeilen helfen, was mir zu einem weiteren wichtigen Höhepunkt wurde. Als ich den Menschen den Wein reichte spürte ich neu die Liebe Gottes zu jedem einzelnen Gast und ich begriff ganz neu wie wichtig es ist, dass ich selbst an der Liebe Gottes teilhabe, um im Austeilen dieser Liebe den Reichtum Gottes erst wahrnehmen zu können.
So will ich auch für die Communauté beten, dass die Brüder Zeit für sich finden in aller Verantwortung den Jugendlichen, ihrer Gemeinschaft und Gott gegenüber. Dass sie verantwortlich den Grund ihrer Berufung - die eigene Ergriffenheit von Gott, den festen Halt der liebevollen Hand Gottes - täglich neu aufsuchen, entdecken und sich auf diese Weise Ihrer Berufung gemäß ausrichten.
Mit Phil. 3,12-14 grüße ich sie und wünsche ihnen von Herzen Gottes Segen für Ihren Dienst aus Gottes Liebe heraus: "Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus."
Und Andy, Lehramt-Student: "Ich habe eine unvergessliche Woche in Taize verbringen dürfen. Danke für den gelebten Frieden, das Vertrauen, und die spürbare Versöhnung an diesem einmaligen Ort. Taize hat mir meine Augen vollkommen neu geöffnet: Ich habe über die Gesänge, die Stille und die Gebete einen so intensiven Zugang zum tragenden Grund unseres Lebens erhalten, wie nie zuvor. Taize ist für mich ein inneres Abenteuer, das uns wieder sehend macht für die wirklich wichtigen Dinge unseres Lebens: die Liebe Gottes, die uns jederzeit umgibt. Durch die schlichte Einfachheit und den inneren Frieden lernen wir einerseits wieder scheinbar "vergessene" Geschenke Gottes schätzen (Ich darf gehen, aufstehen, waschen,essen, studieren, reden, leben, lieben, Liebe spüren..) und andererseits werden wir wieder fähig, Verantwortung für den Nächsten zu übernehmen und den Pilgerweg des Vertrauens in der Welt zu gehen. Gemeinsamkeiten in den Konfessionen werden sichtbar und ehrlich betont, wodurch der Weg zur nachhaltigen Ökumene und gleichzeitig zu mehr Frieden auf unserem Planeten geebnet wird.
Diese unbeschreiblichen Eindrücke, die für mich, als 21-jährigen Studenten (3. Semester an Uni Rostock: Lehramt an Gymnasien Evangelische Religion/ Geschichte) aus dem Osten Deutschlands, wie von einer anderen Welt sein könnten, haben mich heute dazu veranlasst, nach dem Grundstudium länger nach Taizé zu kommen Der Hauptgrund für diese Mail und meinen Wunsch liegt in einer Erfahrung in der letzten Woche, die ich wohl nie vergessen werde: Meine Unterkunft (Haus 204) war "bunt" gemischt. Franzosen, Belgier, Kongolesen, Polen... und Deutsche schlafen auf weniger als 12 m2. Junge, tolerante Menschen aus aller Welt leben friedlich zusammen, während ihre Großväter bzw. Urgroßväter sich in den Schlachtfeldern der Welt feindlich und blutig gegenüber standen. Ein Gedanke, der vor mehr als 60 Jahren wohl unvorstellbar gewesen wäre. Man muss das Unvorstellbare wagen. Danke für die gelebten Zeichen der Liebe und die aufrichtige Ehrlichkeit."

Zu den Jugendtreffen kommen in manchen Wochen auch Ältere. Eine Erwachsene aus Niederbayern schrieb nach ihrem letzten Besuch: "Bei der Bibeleinführungen für die Erwachsenen forderte ein Bruder uns auf, der Jugend die Sitzplätze in der Steinkirche zu überlassen. Zuerst hat mich das schon getroffen, hatte ich doch inzwischen einen festen Platz ziemlich vorne im Kirchenschiff, den ich nicht hergeben wollte. Nachdem ich dann das darauffolgende Mittagsgebet hatte ausfallen lassen (das heißt ich betete allein für mich in der Alten Dorfkirche von Taizé), suchte ich mir dann ziemlich weit hinten einen Platz. Am Anfang war es ungewohnt, unruhiger und auch randständiger. Doch im Laufe der Woche gewann ich auch die hinteren Plätze lieb, sah mit Freude die vielen jungen Leute vor mir und merkte erst von hinten, wie geheimnisvoll bewegt die vielen Kerzen im Altarraum leuchteten. So muss es Mose vor dem brennenden Dornbusch gegangen sein, dachte ich. Da spürte ich, dass Taizé wirklich aus dem Geheimnis der Nähe Gottes lebt und wahrscheinlich deshalb auch so attraktiv für die vielen jungen Leute ist. Und ich frage mich: Wie oft vergesse ich vor lauter Aktionen, Management, Perfektionismus und auch nicht selten Zeitnot in meiner Pfarrgemeinde, einfach mit den Leuten das gemeinsame Leben mit Gott zu feiern?" Taizé ist also ein Ort mit viel Platz für die Jugendlichen

Und noch ein Blick über den Rhein: Über Reformationstag/Allerheiligen 2007 kamen Tausende Franzosen Einer von ihnen ist Foucauld. Er studiert, will später im audiovisuellen Bereich arbeiten und ist mit einer grossen Gruppe aus Lille gekommen: "In Taizé hat man den Eindruck, alle schon zu kennen, ohne jemals irgend einen vorher getroffen zu haben", erzählt er der örtlichen Tageszeitung. "Das Schlüsselwort ist Vertrauen. Ich war sehr enttäuscht durch einen Teil der Kirche, weil ich den Eindruck hatte, dass sie Werte als ihren Besitz ansieht, die eigentlich allen Menschen gehören. Das hat mich weit von der Kirche entfernt. In Taizé ermöglicht der Glaube, wie er hier im Alltag gelebt wird, die wesentlichen Werte der Kirche wieder zu finden und selbst zu leben: Gastfreundschaft für alle, sich dem anderen öffnen und mit ihm reden, Brüderlichkeit und Toleranz. Und das ist heutzutage ungeheuer nötig." Und noch eine Stimme einer Deutschen, die vor kurzem in Taizé war und danach hier auf diesen Seiten: "Hallo, bin das erste mal auf dieser Seite gelandet und total ergriffen. Ich war letzte Woche in Taizé und für mich ist es immer wieder wie nachhause kommen, ich merke dieses Kribbeln im Bauch schon am Morgen der Abfahrt und es wird immer schlimmer um so näher ich diesem Ort komme. Für mich ist Taizé Gottes Ort auf Erden. Und es motiviert mich neben vielen persönlichen Dingen immer auch wieder für meine Jugendarbeit und meinen Beruf zuhause. Noch ein Satz zu den Jugendlichen: Ihr seit klasse - und nur durch euch lebt Taizé so wie es ist! Danke für eure Freude."


Und was passiert nach einem Besuch in Taizé zuhause?
"'Glaube an Gott macht mich stark'
Zwei Abiturientinnen halten in Memmingen die Sonntagspredigt
'Ein Pfarrer hätte den Text nicht besser auslegen können', sagte eine ältere Gottesdienstbesucherin gestern in St. Martin, als sie den beiden Predigerinnen Johanna Roß und Julia Müller gratulierte. Dekan Kurt Kräß hatte zwei Abiturientinnen einen sperrigen Text interpretieren lassen, in dem es um Selbstmord-Gedanken und den Auftritt eines Engels geht.


Johanna Roß gestand gleich in der Einleitung, dass sie beim ersten Lesen nicht viel mit der Stelle habe anfangen können. Im Vorbereitungsgespräch mit Kräß sei dann aber doch bald zu erkennen gewesen, dass 'Vorstellungen von Gott und von Glauben vorkommen, die wir auch so vertreten'. Bei der Formulierung der Predigt hätten sie freie Hand gehabt, so Julia Müller. Zur Überschrift 'Gott bringt mich zur Ruhe, ich gewinne Abstand zu mir selbst und zum Alltag' bezog sie sich auf Abiturstress und Adventshektik. Johanna bekannte, dass der Glaube an Gott sie stark mache und ihr helfe. Die Freiheit, die Gott lasse, bedeute auch, dass die Qualität des Christseins nicht vom häufigen Kirchenbesuch abhänge, betonte Julia Müller. Am Beispiel der Brüdergemeinschaft von Taizé, wo sich Tausende vor allem junge Menschen unterschiedlicher Konfessionen treffen, zeigte Johanna Roß auf, wie die Kraft des Glaubens an Gott europaweite Freundschaften entstehen lasse." Jetzt fragt sich nur noch, um welchen Predigttext es ging. (pepperoni.de, 25.02.08)

Auf dem Weg nach Genf: Zwischenhalt in Straßburg
Auf der Hinfahrt nach Genf machten die Regenbogenbusse in der Nacht vom 27. auf 28. Dezember einen Zwischenhalt in Straßburg, wo sich junge Elsässer viel Mühe gaben, ein gemeinsames Gebet vorzubereiten, von Mitternacht bis ein Uhr in der Kirche St-Maurice, Avenue de la Forêt Noire.
Ein großes gemeinsames Gebet mit über 500 Leuten aus den elsässischen Départements, Deutschen, Belgiern und Nordfranzosen, in Gemeinschaft mit der Straßburger Ortskirche in einer ökumenisch wie europäisch symbolischen Stadt... und nach dem Gebet gab es Tee und "bredeles", also die typischen Elsässer Weihnachtsplätzchen.


Brüder in Deutschland unterwegs
Im November, manchmal auch schon vorher, gab es wieder viele Treffpunkte in allen Teilen Deutschlands, auf dem Weg zum Europäischen Jugendtreffen in Genf, mit Abendgebeten in kleinen und großen Kirchen. Bei manchen war ein Bruder von Taizé dabei. Es gäbe eine Menge zu berichten, aber viele von euch waren ja bei dem einen oder anderen Abend, manche sogar auf mehreren. Im nächsten Herbst sind in den Städten und Gegenden jeweils mehrere Treffen, darunter auch die "Nacht der Lichter", geplant, die bei den Wochentreffen in Taizé ausgemacht werden.

+++++++

Raphaela aus Halle/Saale war mit einer Reihe Deutschsprachiger beim Treffen in Cochabamba. "Das Treffen in Cochabamba ist nun heute mit einer wunderschoenen Eucharistiefeier ausgeklungen. Alle Teilnehmenden waren sehr ergriffen, vielen Menschen standen Traenen in den Augen. (...) Damit einher ging die Ankuendigung, dass in drei Jahren wieder ein Treffen in Suedamerika stattfinden soll. Tosender Applaus und riesige Freude darueber. Am schoensten jedoch ein Versoehnungsbrief, den Chile an Bolivien geschrieben hat. ... hier weiterlesen

+++++++

Die Freundschaftsikonen
die beim Regionaltreffen in Zagreb den Jugendlichen gegeben wurden, gehen ihren Weg weiter. Den Weg der Ikone in Deutschland kann man auf diesen Seiten sehen.
Ester aus Chemnitz hat eine wunderschöne Seite über den Besuch der Ikone dort gestaltet.
+++++++

Warum sind wir wichtig für Deutschland? Eine Frage von Bedeutung...
meint Verena bei der Rückkehr aus Taizé. Hier könnt ihr lesen was sie dazu schreibt. Was ihr darüber denkt, könnt ihr 2008 beim Regionaltreffen in Taizé erzählen Regina überlegt mit anderen, was sie Zuhause umsetzen kann. "Diesen Sommer waren meine Schwester und ich wieder in Taizé. Wir waren auch bei dem Workshop 'Quer durch die Schichten der Gesellschaft leben' dabei, und er hat uns sehr nachdenklich gemacht. Wir sind in der Ministrantenarbeit unserer Gemeinde aktiv und so hat sich die Idee entwickelt, doch einfach mal ein gemeinsames Wochenende für Kinder aus sozial schwachen Familien bzw. Familien mit finanziellen Schwierigkeiten zu organisieren. Momentan überlegen wir, dass dies vielleicht auch ein Projekt unserer Firmlinge werden könnte. Das sind jedoch alles noch Überlegungen, aber wir stoßen schon jetzt auf ein erstes Problem. Wie können wir diese Kinder erreichen? Wir haben weder bestimmte Kontakte zu sozial schwachen Familien, noch können wir in der Kirche vermelden: 'Wir möchten ein Wochenende für sozial schwache Kinder organisieren, wer kennt jemanden?'. Wie können wir die Kinder erreichen, ohne es so direkt zu formulieren um damit die Familie zu beleidigen bzw. Hemmschwellen aufzubauen?"

+++++++

Regenbogenbusse rollen ab Februar 2008 jede Woche
Ab Februar (und bis November) 2008 fahren jede Woche aus Deutschland die Pendelbusse des Regenbogen-TourService samstags auf den Hügel (und sonntags zurück), zumindest ab Karlsruhe und Freiburg. Nun ganz einfach zu finden unter www.pendelbusse.info. Da kommen oft schnell auch Kurzentschlossene mit. Es gibt die Möglichkeit einfacher Hin- und Rückfahrten. Aus Österreich fährt in vielen Wochen Loacker Tours. Aktuelles jeweils auf den Seiten mit Infos aus Österreich und Südtirol
+++++++

Nachtgesänge
Eine neue Idee für gemeinsame Gebete mit Gesängen aus Taizé habe Jugendliche in Rudolstadt und setzen sie am 6. und 7. Juli 2008 in die Tat um:
Nachtgesänge
Taizégebet um Mitternacht
in der Stadtkirche Rudolstadt
am 6. und 7. Juli (Freitag/ Samstag)
Auf halbem Weg zwischen Burg und Park
zur halben Nacht zwischen heute und morgen
die Fülle einfacher Worte und Melodien
aus der Stille empfangen

Wem's zu weit ist (aber 07407 Rudolstadt lohnt sich ), macht am besten auch so ein Nachtgebet. Wir sagen es hier weiter.

+++++++

Jeden Tag
finden irgendwo in Österreich oder Deutschland - und auf der ganzen Welt - gemeinsame Gebete mit Gesängen aus Taizé statt. Und jeden Tag sitzen Schülerinnen und Schüler über Schul- oder Hausarbeiten zum Thema Taizé, bereiten Referate oder Schulstunden darüber vor, oder machen ein Projekt und dann gleich einen ganzen Gottesdienst mit Gesängen aus Taizé wie z.B. der evangelische Religionsunterricht der Klassen 9b/c des Gymnasiums Friedrich II. in Lorch, die im Mai in Taize waren. Eine Schülerin, Lara, schrieb einen ganz wunderschönen, kurzen Text, der alles zusammenfasst, was Taize ausmacht: "Taize ist ein Ort - nein, der Ort, wo du Stille findest und wo gleichzeitig aus jeder Ecke ein Halleluja erklingt. Ein vielstimmiger, multinationaler Freudenschrei für und mit Gott!" Und immer mehr überlegen sich, ob sie nicht in Taizé ein Schul-, Sozial-oder Universitätspraktikum ableisten sollten. Dazu passen sehr viele Fächer.

+++++++

Gemeinsame Fahrten nach Taizé, auch mit der Schule
Vielerorts werden gemeinsame Fahrten Jugendlicher nach Taizé geplant. Ein Gymnasiallehrer, der mit Schülern aus Hessen über Fronleichnam in Taizé war, schreibt: "Wie in jedem Jahr ist die Stimmung sehr gut gewesen. Ich selbst komme schon seit meinem 17. Lebensjahr zu Euch und es zieht mich immer wieder dort hin....hier weiterlesen.

+++++++

Wetter in Taizé
Wer wissen will, wie warm es gerade in Taizé ist und wie viele Pullover man mitnehmen sollte, kann die aktuelle Wettervorhersage für die Gegend von Taizé studieren

*******************************************************
Taizé ist ein Treffpunkt für unzählige Jugendliche aus Ost, West, Nord und Süd. Es ist ein einfaches Dorf in Südburgund, keine organisierte Bewegung mit vernetzten Gruppen. Das schließt nicht aus, gemeinsam in Bewegung zu sein, auf einem „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“.
Viele, die zu den internationalen Jugendtreffen nach Taizé fahren, möchten die Erfahrungen zu Hause lebendig halten. Sie versuchen etwas zum gemeinsamen Leben der Christen am Ort beizutragen. Sie machen sich auch mit Gleichaltrigen auf den Weg, die kaum oder nicht zur Kirche gehen.
Das ganze Jahr über berichten Jugendliche in Taizé von ihren Engagements im Alltag, unter anderem von gemeinsamen Gebeten, die sie begonnen haben und zu denen gerne andere Jugendliche kommen.
In Zusammenarbeit mit den Brüdern von Taizé haben wir es übernommen, auf diesen Seiten solche vorläufigen Treffpunkte Jugendlicher in vielen Städten und Gegenden zusammenzustellen, die laufend bei den Jugendtreffen in Taizé vereinbart werden.
Ihr könnt euch hier informieren und ermutigende Gedanken, Erfahrungen und Informationen aufschreiben, die euch selber wichtig sind (und euch über links in Taizé Online anmelden und etwas über die Fahrten zu den Treffen mit regelmäßigen Bussen erfahren).

Mit euch unterwegs,

Agnes, Anne-Kathleen, Tobias, Ali, Michael und Norman

************************************************************
Zwei Bemerkungen:
1. Die Fotos auf diesen Seiten sind (c) Sabine Leutenegger. Sie können nur nach Rückfrage mit "Kontakt" (siehe nebenstehendes Menu) weiterverwendet werden. Fotos und Texte können, wenn nicht anders gekennzeichnet, zum nichtkommerziellen Gebrauch mit der Angabe "www.jugendtreffen.info" weiterverwendet werden.
2. Für die Texte gilt: Jeder spricht für sich und ist für das verantwortlich, was er schreibt. Wir tragen - wie bei den Gesprächsgruppen in Taizé - unsere verschiedenen Gedanken zusammen, weil wir gemeinsam auf dem Weg sind.